Bergflüsse im Frühling
Immer, wenn ich in Sotschi bin, gehe ich zu einem von vielen Bergflüssen. Es ist fast wie ein kleines Ritual geworden. Ohne groß darüber nachzudenken zieht es mich dorthin. Ich liebe Bergflüsse im Frühling. Wenn alles langsam erwacht und die Natur wieder lebendig wird. Das Wasser ist dann dunkel, stark und noch eiskalt vom Schnee aus den Bergen. Der Strom wirkt rau und kraftvoll, fast unaufhaltsam. Und genau das liebe ich daran. Es hat etwas Magisches, einfach am Ufer zu sitzen und dem Wasser zuzuhören. Dieses tiefe Rauschen beruhigt mich auf eine besondere Art. Ich mache die Augen zu, spüre die kalte Luft und höre einfach nur den Fluss. Keine Hektik, kein Druck. Nur der Moment. Dabei ist der Fluss selbst eigentlich gar nicht ruhig. Im Gegenteil. In ihm steckt so viel Kraft, so viel Bewegung und Energie. Das Wasser drückt gegen die Steine, wirbelt herum und zieht weiter seinen Weg durch die Berge. Und trotzdem bringt mir genau das Ruhe. Vielleicht weil die Natur dort einfach echt...